Neubau einer Basisschule mit 17 Klassenzimmern, Ganztagsbetreuung, Vorschule und integrierter Sporthalle im Quartier Nieuwendam-Tuindorp in Amsterdam Noord. Das von Backstein-Reihenhäusern der Zwischenkriegszeit geprägte Quartier gibt Material und Maßstab vor.
Vier Nutzungsbereiche – Schule, Vorschule, außerschulische Betreuung und eine auch öffentlich nutzbare Sporthalle – ordnen sich U-förmig um einen geschützten Hof. Er ist zentraler Spiel- und Pausenraum und bindet zugleich die umliegenden Grünflächen an; die nach Süden orientierten Klassenzimmer öffnen sich direkt zum Schulhof.
Die Ideale der Amsterdamer Schule, zeitgemäß übersetzt.
Dokumentation
Städtebau & Hof
Durch die U-Form grenzt sich das Grundstück zu den Straßen ab und bildet eine ruhige Hofsituation. Treppenhäuser in den Randbereichen ermöglichen ein direktes Fluchten ins Freie und gliedern die Erschließung in zwei unabhängige Eingänge – für Schule und Sporthalle.
Der Schülerhaupteingang liegt in einem großflächig überdachten Außenbereich: ein Pausenort, der auch bei Regen im Freien nutzbar bleibt. Jedes Flügelende und die Ganztagsbetreuung erhalten einen eigenen Zugang.
Material, Räume & Konstruktion
Eine vorgesetzte Backsteinfassade, im Sockel farblich abgesetzt, trifft auf Betonattiken und raumhohe Pfosten-Riegel-Verglasungen an den Fluren – Beton, Klinker und Holz setzen sich im Innenraum fort. Ein Fensterband über den Fluren und verglaste Galerien bringen Tageslicht tief ins Haus; auf dem weichen Untergrund gründet der Bau auf Pfählen.
Inspiration ist die Amsterdamer Schule – die Werke von Willem Marinus Dudok und Michel de Klerk –, deren Ideale der Entwurf zeitgemäß übersetzt.